Eine Mütze für Manni
Bochum, im Februar 2008. WDR-Radiomoderator und Fußballexperte Manfred „Manni“ Breuckmann (56) ist neuer Träger der Moritz Fiege-Bierkutschermütze. Bereits zum sechsten Mal ehrt die Privatbrauerei Moritz Fiege damit im Rahmen ihrer traditionellen Zwickelbierprobe eine Persönlichkeit des Ruhrgebietes. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Breuckmann spendet den Betrag an die „Kleine Oase“ – ein Kurzzeitwohnheim für schwer- und mehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche in seiner Heimatstadt Datteln.
„Manni Breuckmann spricht die Sprache des Ruhrgebietes. Das stellt er in seinen Fußballreportagen immer wieder unter Beweis“, sagt Geschäftsführer Jürgen Fiege. „Für den Zusammenhalt im Ruhrpott ist das ein wichtiger Beitrag – mehr als jede andere Region in Deutschland ist das Ruhrgebiet geprägt von den Menschen, die hier leben.“
Breuckmann ist der erste „Mützenträger“, der seine Wurzeln nicht in Bochum hat. Mit der Stadt verbindet ihn aber ein ganz spezielles Ritual: Vor den Live-Übertragungen des Bundesligisten VfL Bochum stärkt er sich stets mit einer Bratwurst und einem frisch gezapften Pils. „Das mache ich in keinem anderen Stadion. Nur in Bochum“, sagt der 56-jährige Radiomoderator. In Datteln geboren, lebt Breuckmann heute in Düsseldorf. Die Verbindung zum Ruhrgebiet hat er aber nie abreißen lassen. „Ich mag die Region und vor allem die Menschen – denn die ticken alle so wie ich. Das ist für mich ein Stück Heimat.“ Über die Bierkutschermütze freut sich der WDR-Fußballexperte ganz besonders: „Die Mütze hat etwas sehr Bodenständiges – eben typisch westfälisch. Das gefällt mir.“
Mit dem Preisgeld von 5.000 Euro unterstützt der neue „Mützenträger“ die „Kleine Oase“ in Datteln. In dem Kurzzeitwohnheim der Caritas werden Kinder und Jugendliche mit Behinderungen im Alter von einem bis 25 Jahren in familiärer Atmosphäre betreut. Von einigen Tagen bis hin zu mehreren Wochen: Ziel ist es, betroffene Familien zu entlasten und ihnen in Notlagen Hilfestellungen zu geben. Eltern und Geschwister haben in dieser Zeit die Möglichkeit, neue Kraft zu schöpfen.
Die erste Bierkutschermütze verlieh die Privatbrauerei Moritz Fiege anlässlich ihres 125-jährigen Jubiläums im Jahr 2003. Erster Träger war damals Bochums Alt-Oberbürgermeister Ernst-Otto Stüber. „Mit der Bierkutschermütze ehren wir Persönlichkeiten des Ruhrgebiets, die sich in besonderem Maße für das Gemeinwohl und den Zusammenhalt in der Region engagieren“, sagt Jürgen Fiege. Der Ehrenpreis ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert, die stets einem guten Zweck zufließen. Wer das Preisgeld erhalten soll, entscheidet allein der neue „Bierkutscher“.
Der Geehrte erhält die Bierkutschermütze im Rahmen der traditionellen Zwickelbierprobe. Seit über 15 Jahren lädt die Privatbrauerei Moritz Fiege einmal im Jahr Repräsentanten aus Politik, Sport, Wirtschaft und Gesellschaft ein, um in der Brauerei ein frisch gezapftes Zwickelbier zu probieren. Zwickelbier – das ist ungefiltertes, naturtrübes Bier. Direkt am Lagertank gezapft, dient es dem Braumeister als letzte Qualitäts- und Geschmacksprobe.
Die Träger der Bierkutschermütze:
2003 - Ernst-Otto Stüber, Alt-Oberbürgermeister der Stadt Bochum
2004 - Wolfgang Clement, Ex-Bundeswirtschaftsminister
2005 - Frank Goosen, Kabarettist
2006 - Dr. Norbert Lammert, Bundestagspräsident
2007 - Werner Altegoer, Aufsichtsratsvorsitzender des VfL Bochum
2008 - Manfred „Manni“ Breuckmann, WDR-Radiomoderator und Sportreporter

- Manni ist neuer Mützenträger: Gemeinsam mit Bierkutscher Werner Ott (rechts) setzten Jürgen Fiege (links) und Hugo Fiege (2.v.r.) WDR-Sportreporter Manfred Breuckmann die begehrte Kopfbedeckung auf.


