RuhrTriennale
Festival der Künste
Die Idee, ein Festival der Künste an die Industriekultur im Ruhrgebiet zu koppeln, hatte seinerzeit einen Nerv getroffen: Gerard Mortier als Mitbegründer und erstem Intendanten war es mit seinem hochkarätigen Programm auf Anhieb gelungen, die Ruhrtriennale 2002–2004 als eines der herausragenden europäischen Festivals zu etablieren. In den darauffolgenden Jahren festigte sich die internationale Reputation des Festivals.
Schauplätze der Ruhrtriennale sind die einzigartigen Industriedenkmäler des Ruhrgebiets – unter anderem die Zeche Zollverein in Essen, der Landschaftspark Duisburg-Nord, die Maschinenhalle Zweckel in Gladbeck oder die Jahrhunderthalle Bochum –, die in spektakuläre Aufführungsorte für Musik, Theater, Literatur und Tanz verwandelt werden. Mit ihrer Struktur charakteristischer Spielstätten etabliert die Triennale einen unvergleichlichen Kulturstandort mitten in Europa. Dabei öffnet sie neue Räume für neue Wege in der Kunst: Theaterregisseure deuten das Kunstlied neu, Choreografen kreieren Musiktheater, Literatur wird zum Bühnenereignis und in ehemaligen Maschinenhallen und Kokereien verschmelzen Oper, Schauspiel, Tanz, bildende Kunst, Klassik, Popmusik und Avantgarde zu neuen Formen.
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